Lebengeschäft

Lebengeschäft

Wie funktioniert das Lebengeschäft einer Versicherung und was zeichnen Lebensversicherungen aus?

Was zeichnen Lebensversicherungen aus?

Lebensversicherungen sind teilweise sehr komplexe Versicherungsverträge. Diese ermöglichen der versicherten Person Vermögensbildung, Altersvorsorge und Risikoabsicherung (bspw. im Falle von Unfall oder Tod). Diese Leistungen werden meistens in Kombination angeboten, es gibt aber auch reine Risikolebensversicherungen bzw. reine kapitalbildende Versicherungen.

Die Risikoversicherung kommt zur Auszahlung, wenn etwas Unvorhergesehenes eintritt; so zum Beispiel die Berufsunfähigkeit des Versicherten.

Bei den kapitalbildenden Versicherungen hingegen ist das auslösende Ereignis der Erlebensfall nach einer vertraglich festgelegten Periode.

Kapitalbildende Versicherungen dienen deshalb zum Ansparen von Kapital, meistens zur Altersvorsorge, weshalb sie teilweise auch als monatliche Rente ausbezahlt werden.

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Susanne Jennrich

ist seit 2008 Bereichsleiterin Kundenmanagement Leben der Basler Deutschland. In die ­Baloise eingetreten ist sie 2007.

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Unterteilung Lebengeschäft

Traditionelle und moderne Lebensversicherungen

Das Lebengeschäft kann in zwei Hauptzweige unterteilt werden:

Grafilk Unterteilung Lebengeschäft einer Versicherung

Wie lassen sich Lebensversicherungen noch unterscheiden?

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen traditionellen und modernen Lebensversicherungen.

Traditionelle Lebensversicherungen zeichnen sich hierbei durch einen über die Vertragslaufzeit fest garantierten Zins aus. Der Versicherungsnehmer bekommt sein Kapital zum Beispiel über zehn Jahre mit 2.5 % verzinst. Aufgrund des Tiefzinsumfelds werden diese hochverzinsten Lebensversicherungsverträge für Einzelpersonen (Einzellebenversicherungen) aber zurzeit fast nicht mehr angeboten. In der Schweiz finden sich häufiger Verträge mit einem garantierten Zinssatz von zum Beispiel 0.5 % sowie einer Beteiligung des Kunden an möglichen Anlagegewinnen.

Im ➯ Kollektivlebengeschäft gibt es nach wie vor Versicherungsverträge mit garantiertem Zins. Als Alternative zu Verträgen mit Garantiezinsen haben sich in der jüngeren Vergangenheit moderne Produkte wie zum Beispiel ➯ Verträge mit Anlagecharakter etabliert. Diese sehen keinen garantierten Zins für das eingesetzte Kapital, sondern die Gewinnbeteiligung an den Anlageerträgen vor. Der Kunde partizipiert dafür vollumfänglich an diesen Erträgen und bekommt je nach Produkt den Schutz seines Kapitals garantiert, das heisst, er kann das eingesetzte Kapital nicht verlieren. Üblich sind diese Versicherungsverträge zum Beispiel im deutschen Lebengeschäft.

«Gewinnbeteiligung»

Einige Produkte, wie das Kollektivlebengeschäft, haben einen Gewinnbeteiligungsvertrag mit dem Versicherungsnehmer. Somit kann dieser durch die so genannte ➯ Überschussbeteiligung direkt am Anlageerfolg der Versicherung profitieren.

«Zinsgarantien»

Das Garantieniveau ist je nach Produkt unterschiedlich hoch. Während gewisse Produkte jährlich angepasst werden (so z. B. das Schweizer Kollektivlebengeschäft) oder für eine gewisse Dauer festgelegt werden (z. B. Einzelleben), ist bei anderen Produkten keine Garantie zu leisten (Verträge mit Anlagecharakter). Bei Produkten, bei denen keine Garantie zu leisten ist, wird das ganze Kapitalanlagerisiko durch den Versicherungsnehmer getragen.

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Trad. Lebengeschäft

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