Aus der Geschäftsleitung – Von Schatten und Transparenz | 29. November 2017

Zwei Schatten von Personen, die sich unterhalten

"Shadow for a day" – so heisst eine der Initiativen, welche momentan bei der Baloise "bottom up", also aus Eigeninitiative der Mitarbeitenden heraus, entstanden ist. Beim "Shadowing" geht es im Grunde genommen darum, in jemandes Arbeitsalltag einen Einblick zu bekommen, indem man eine Person einen Tag lang, oder auch eine kürzere Zeit, begleitet. Diese Initiative freut mich, weil es eine tolle Möglichkeit ist mit anderen Bereichen und Personen zu interagieren und neue Einblicke zu erhalten. Es erweitert den eigenen Horizont und verbindet Menschen auf einer persönlichen Ebene – beides sehr wertvoll für die tägliche Arbeit. Innerhalb des Unternehmens kam sie ausserordentlich gut an, so dass wir auch ein entsprechendes Angebot für die Geschäftsleitungssitzungen erarbeitet haben.

Geschäftsleitungssitzung mit Publikum

Es kamen rasch erste Anmeldungen, was mich natürlich sehr gefreut hat. Grundsätzlich läuft es so ab, dass die Kolleginnen und Kollegen ein paar Tage vor der Geschäftsleitungssitzung bei meiner Assistentin und mir vorbeikommen. Dann gehen wir gemeinsam durch, wie die Traktandenliste zustande kommt und wie die Sitzung abläuft. Sie erhalten auch die nötigen Unterlagen vorab. Die Teilnehmenden sind nicht während der ganzen Sitzung dabei. Sie sehen aber, was auf der Traktandenliste steht. Themen, welche personeller Natur oder vertraulich sind, werden am Ende der Sitzung ohne Gäste diskutiert. Wir sind aber stets transparent, welche Themen wir noch ohne Zuschauer besprechen. Im Nachgang erhalten sie am nächsten Arbeitstag das provisorische Protokoll der Sitzung mit den Themen, welche nicht vertraulich sind. So haben sie von der Vorbereitung bis zur Nachbereitung alles gesehen.

Eine offene Feedbackkultur pflegen

Für mich persönlich ist dieser Austausch eine Bereicherung, die uns in der Geschäftsleitung in der einen oder anderen Situation einiges gelehrt hat. Die Kolleginnen und Kollegen werden auch dazu angehalten, Input zur Sitzung zu geben: Was war verständlich, was nicht? Was könnte ich als Sitzungsleitung effizienter machen? Wenn möglich öffnen wir jeweils auch ein Thema inhaltlich. Es ist sehr spannend zu sehen, in welchen Situationen die Teilnehmer anders oder eben auch gleich entschieden hätten und aus welchen Gründen. Grundsätzlich läuft die Sitzung wie jede andere Sitzung der Geschäftsleitung ab… zumindest fast; etwas disziplinierter waren wir wohl doch aufgrund der Zuschauer… :)

Initiativen fördern

Solche "bottom up"-Initiativen sind für uns als Geschäftsleitung sehr wertvoll. Wir erhalten so die Möglichkeit, neue Leute und Meinungen in der Organisation kennenzulernen und mit den Mitarbeitenden in einen offenen Dialog zu treten. Das erlaubt uns wiederrum, besser "am Puls" der Themen zu bleiben, die unsere Mitarbeitenden beschäftigen.  Ich freue mich auf weitere spannende, bereichernde und auch  herausfordernde Gespräche!

Porträt Michael Mueller, Baloise Group

Über den Verfasser

Michael Müller begann 1997 seine Karriere bei denr Baloise, zunächst als Trainee, dann im Konzerncontrolling, später als stellvertretender Leiter und ab 2004 als Leiter im Financial Accounting der Baloise Group. 2009 wurde er als Leiter Finanzen und Risiko Mitglied der Geschäftsleitung des Konzernbereichs Schweiz. Seit März 2011 ist Michael Müller Mitglied der Konzernleitung und CEO des Konzernbereichs Schweiz und seit 2017 Vizepräsident des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV).

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